Donnerstag, 31. März 2016

Alleine Wandern an der Ostsee - und was ich dabei gelernt habe

Ich wusste: bevor ich im kommende Semester meinen Bachelor-Entwurf habe, muss ich nochmal raus, raus aus den Städten und den Menschenmassen. Ursprünglich wollte ich nach Norwegen fahren, habe aber leider zu spät angefangen zu planen. Also bin ich einfach nur 4 Tage an die Ostsee gefahren, genauer gesagt nach Rerik, in der Nähe von Rostock. Ich hatte keine genaue Vorstellung eines Orts, habe mich dafür dann spontan entschieden, da ich dort eine sehr schöne Ferienwohnung gefunden hatte, direkt am Meer. Und ich hatte natürlich etwas gesucht, wo man gut ohne Auto hinkommt. Hier konnte ich mit einem Fernbus von Berlin nach Rostock für 10 Euro und dann noch mit einem Überlandbus nach Rerik für 6 Euro. Also eine wirklich günstige Anreise.


Ich wusste von Anfang an, ich möchte einfach immer den ganzen Tag laufen und einfach am Meer sein. Also bin ich jeden Tag vormittag in Sportklamotten und Proviant im Rucksack los und einfach gelaufen, direkt am Meer oder auf Wanderwegen an der Steilküste.
Ich habe bewusst keinen Laptop mitgenommen, am liebsten hätte ich auch immer das Smartphone in der Unterkunft gelassen, aber dann hätte ich wohl nie nach Hause gefunden. Da ist mir auch mal mit Schrecken aufgefallen, wie abhängig man inzwischen davon ist. Ich habe z.B. keine mobile Uhr mehr, außer das Telefon. Genau bin ich extrem abhängig von Google Maps und der Standortsuche, um immer zu wissen wo ich bin.
Den ersten vollen Tag hatte ich einfach totales Glück mit dem Wetter, es war unglaublich und auf manchen Fotos könnte man denken, ich war am Mittelmeer. An diesem Tag bin ich immer direkt am Strand oder auf den Wanderwege auf der Steilküste gelaufen. Wie ihr vielleicht schon aus meinen anderen Reiseberichten wisst, finde ich es immer schön, zu verreisen, wenn nicht so viele anderen Menschen unterwegs sind. So hatte ich auch diesmal das Glück und es waren sehr wenig Menschen unterwegs. Eigentlich habe ich mehr Fischer als Touristen gesehen! An diesem Tag bin ich ca. 15 km gelaufen. Und abends gab es dann natürlich noch einen spektakulären Sonnenuntergang.





Am zweiten Tag hätte man glauben können, ich habe über Nacht den Ort gewechselt. Es war unglaublich bewölkt, nebelig und hat genieselt, dass hat aber im Laufe des Tages aufgehört. Da Rerik an einer Halbinsel (auf die man leider nicht drauf darf) liegt, gibt es natürlich auch eine kleine Bucht.An deren Küste bin ich also am zweiten Tag gelaufen. Dort war ein Vogelschutzgebiet und es war wirklich eine unglaubliche und sonderbare Welt. Sobald ich etwas weiter aus dem Ort war, habe ich bestimmt 3-4 Stunden keine Menschen mehr gesehen. Nur Vögel. Und Rehe. An diesem Tag bin ich fast 20 km gelaufen und abends wirklich wie ein Stein ins Bett gefallen.


Am dritten Tag war das Wetter quasi ein Mittelding aus den beiden Vorherigen. Auch an diesem Tag bin ich nochmal am Strand entlang und ca. 8-10 km unterwegs gewesen. Als ich gegen 15 Uhr gefahren bin, hat sogar wieder die Sonne geschienen.
Jeden Abend habe ich mir für den nächsten Tag Mittag gekocht, meistens Nudeln und dann mal mit Zucchini, Brokkoli oder Avocado und Tomaten. Noch Nüsse und z.B. Schnittlauch dazu und ein Löffel Pesto und es ergab einen super leckeren Mischmasch, denn ich dann in einer Tupperbox dabei hatte (an einen Löffel denken!). 


Somit war das wohl auch der sparsamste Urlaub den ich jemals hatte. Ich bin günstig angereist und habe immer nur im Supermarkt eingekauft. Natürlich hat die Übernachtung am meisten gekostet, ich habe ca. 38 Euro pro Nacht bezahlt.


Dieser Trip hat mir und meinem Körper so gut getan. Das einfache Laufen ohne Ziel und ohne Drang hat mir endlich mal den Kopf durchgespült und mich frei fühlen lassen. Ich hätte locker noch mehr Tage so weiterleben können. Zudem hatte ich nur ein normales Outfit und eben meine Sportklamotten dabei und  konnte mir so früh gar nicht überlegen, was ich anziehen könnte oder sollte. Ich konnte endlich mal meinen Gedanken freien Lauf lassen, bis ich wirklich entspannt war und mich nur noch auf das Vorankommen konzentriert habe. Und der Körper und der Kopf fühlten sich nach jedem Tag so gut an, dass ich endlich mal wieder tief und lange geschlafen habe, auch endlich mal wieder früh ins Bett gegangen bin.


Und zu guter letzt fand ich es auch mal angenehm, einfach mal alleine zu sein. Klar habe ich mal mit Freunden telefoniert, aber ich habe die Kommunikation etwas runtergefahren und versucht mit mir alleine zu sein. Ich bin stolz, dass ich es geschafft habe, wie ich mir vorgenommen habe, viel zu laufen und meine Grenzen auszutesten - an Tag zwei hätte ich wohl keinen weiteren Schritt mehr machen können :D Und natürlich solltet ihr Blasenpflaster dabei haben. Denn nach dem zweiten Tag habe ich selbst in meinem gemütlichen Sportschuhen eine Blase bekommen!
Ich habe mir nun auch vorgenommen, zu versuchen, wenigstens einen Tag in der Woche weitestgehend ohne Laptop und viel draußen zu verbringen. Klar mache ich bereits viel Sport, aber irgendwie ist der ja auch fast immer drinnen. 



Damit es noch ein kleines Outfitfoto gibt :D Jacke von Gudrun Sjöden, Schal und Sporthose von H&M.

Noch ein kleiner Reisetipp:
Wisst ihr eigentlich auch, dass ihr bei Spotify auch Hörbücher hören könnt? Ich höre immer sehr gerne welche auf Reisen, im Bus oder zum Beispiel auch als ich immer gelaufen bin. Meine Favoriten sind bis jetzt
1. Gone Girl von Gillian Flynn
2. Der Hof von Simon Beckett
3. Alle Rache will Ewigkeit von Val McDermid
Alle sehr spannend und perfekt für lange Reisen! Habt ihr noch Tipps für mich?

Und wie fandet ihr den Bericht? Kennt ihr noch schöne Wanderziele in Deutschland oder auch im Ausland?





Dienstag, 22. März 2016

First Time: Vest

Mal wieder haben sich zwei Teile meines Kleiderschranks praktisch gesucht und gefunden. Und mir hat das mal wieder gezeigt, dass manche Kleidungsstücke erst mit der passenden Kombination gefallen. Die Fake-Wildlederweste von Primark hatte bis jetzt noch nicht oft nach Draußen gefunden, da ich Westen zwar gerne mag und mir auch sehr gerne Outfits damit bei anderen Bloggern anschaue, aber selber nicht so richtig was damit anfangen konnte und bei mir immer eher fehl am Platz fand. Bis jetzt, denn dieses Kleid und diese Weste harmonieren perfekt miteinander und so gefällt mir die Weste auch richtig gut. 
Das Kleid ist bei mir schnell ein viel getragener Liebling geworden, ich bin auch schon gespannt, wie ich es in der wärmeren Jahreszeit kombinieren kann. Da es im Moment leider noch relativ kalt ist, trage ich noch ein einfaches Langarmshirt darunter.
Da das Outfit schon ziemlich abendtauglich wirkt, habe ich als Tasche eine Clutch gewählt. Auch wenn die beiden Rottöne nicht ganz gleich sind, finde ich, sie rundet das Outfit schön ab.

Kleid: New Look | Weste: Primark (ähnlich) | Langarmshirt: H&M | Schuhe: Steve Madden | Tasche: Mango (ähnlich)


Wie kombiniert ihr Westen am liebsten? Oder habt ihr vielleicht auch (wie ich auch sehr lange) keine im Schrank? Hier zeige ich euch noch drei Outfit-Ideen mit Westen, die mir besonders gut gefallen haben: 
bei tea&twigs, Lisa Mosh und Gabi fresh (Fotos sind auch verlinkt).


Dienstag, 15. März 2016

Die eigene Selbstwahrnehmung

Kurz bevor hoffentlich bald der Frühling losgeht (hier hat es heute wieder geschneit), wollte ich euch noch diesen Mantel zeige und eine Geschichte dazu erzählen. 

Es ist doch immer so, dass man sich selber viel kritischer sieht, als alle Anderen einen sehen. Einer meiner Vorsätze für 2016 war ja unter anderem modisch viel mehr zu experimentieren und mich noch mehr zu trauen. Gesagt getan und ich bestellte mir diesen Fellmantel. Ich hatte ihn schon länger im Auge, dann bei vielen anderen Bloggern gesehen und schließlich bestellt. Als ich ihn anprobierte, hat mich der Wärmefaktor gleich überzeugt. Ich gehöre leider auch zu der Fraktion "Lieber stylisch als warm eingepackt" und habe deswegen sehr wenig richtig dicke und wärmende Jacken und Mäntel. Also war für mich schnell klar, dass ich ihn behalte. 


Oberteil (Kleid): Pink Clove | Rock: Bohoo | Mantel: MS Mode (ähnlich) | Schuhe: Steve Madden

Obwohl ich vor dem Spiegel schon dachte: der plustert dich zusätzlich noch mal ganz schön auf. Als ich ihn das erste Mal trug, bekam ich diese bestimmten Blicke, die ihr sicher kennt und der Mantel wanderte erstmal schnell wieder auf die Kleiderstange und ihn trug ihn selten. Dann erzählte ich einer guten Freundin davon und sie wiederum erzählte mir dann überraschend: eine Freundin von ihr, welche ich nur flüchtig kenne, hatte mich neulich in der Jacke gesehen und dann meiner Freundin erzählt, wie "cool" ich darin aussah. Diese Situation war für mich wie ein Geistesblitz
Man wird so oft von Leuten angeschaut, aber man kann eben doch nicht die Gedanken Anderer lesen. Und wenn man wie ich, auch noch dieses "Bitchy resting face" hast, d.h. wenn ich ganz normal drauf bin, sieht mein Gesicht aus, als wäre gerade die Welt untergegangen, dann sieht man eben auch mal böse aus, obwohl es die Gedanken nicht sind. Und natürlich denkt man immer zuerst "Oh Gott, sie/er macht sich bestimmt über mich lustig". Aber nein! Man weiß nie was die anderen denken. Sie können sich auch denken, "Cool, dass sie sowas trägt" oder "Was muss ich noch erledigen?", denn manchmal schauen Leute auch, ohne einen wirklich zu realisieren. Und beschriebene Situation hat mir genau das gezeigt. Nicht alle Gedanken sind gemein. Wenn man sein eigenes Outfit mag, warum sollte anderen Leute es dann nicht auch mögen?
Und die Wenigen, die doch dumme Gedanken haben, können dir dann auch egal sein ;)






Montag, 7. März 2016

Monatsfavoriten: Februar

FASHION

Im Februar habe ich das erste Mal bei Studio Untold bestellt und es gleich zwei absolute Lieblingsteile bei mir eingezogen. Die Langbluse habt ihr bereits in meinem letzten Post in Action gesehen und der Blouson wird auch bald hier zu sehen sein. Der Versand war wirklich schnell und die Qualität der Teile gefällt mir bis jetzt sehr gut. Ich hatte mir auch die tollen Overknee-Stiefel aus der Bloggerkollektion von Ela bestellt, aber leider leider haben diese mir an den Waden nicht gepasst.



BEAUTY
Ich habe ganz zufällig die "essence express dry drops" entdeckt und mir gedacht, für 2 Euro kann man es mal ausprobieren. Angeblich trocknen sie den Nagellack in Sekunden und sieht aus wie ein Nagellack, hat bloß statt Pinsel eine Pinzette. Und ich muss sagen: Ich bin positiv überrascht!! Ich trage in der Regel zwei Schichten Nagellack auf, danach habe ich auf jeden Nagel 1-2 Tropfen gemacht und nach ca. einer Minute war es tatsächlich trocken. Also zwar nicht nach Sekunden, aber ich bin trotzdem ziemlich begeisterst, denn es erspart einem viel Zeit. 
Außerdem hatte ich in meinem Gewinnpaket von der tollen Katha auch diesen Nagellack "Fiji" von Essie bekommen. Das ist genau mein Geschmack gewesen und ich hatte im Februar keine andere Farbe auf den Nägeln.


FOOD

Mein Februar war von Klausuren und Abgaben geprägt und das bedeutet eigentlich immer Mensa-Essen und Nudeln mit Soße.
Einen Tag habe ich aber, eigentlich nur  aus Dingen, die ich noch da hatte Zucchini-Spagetti mit Sesam, Aubergine, Kichererbsen und Koks-Curry-Tomatensoße gemacht und es war einfach unglaublich lecker. Ich habe sowieso bemerkt, dass ich häufig besser koche, wenn ich einfach spontan Sachen zusammen "schmeiße", denn dann entdeckt man erst die richtig leckeren Kombinationen. Wie ist das bei euch?


MUSIC

Hier findet ihr ein paar meiner Lieblingslieder des letzten Monats.
Moments - Kidnap Kid
Easy - Lehar & Musumeci Remix
I feel the weight - Mike Snow
Guts over fear feat. Sia - Eminem 
I'll show you - Justin Bieber

VIDEOINSPIRATION


Ich würde sagen, ich verbringe öfters die Hälfte meines Tages auf YouTube. Deswegen würde ich gerne besonders schöne Videos mit euch teilen.
Zum Einem kann ich euch das Musikvideo zu I'll show you von Justin Bieber ans Herz legen. Da bekomme ich jedes Mal so unglaubliches Fernweh.
Außerdem mag ich sehr gerne den Kanal von Marie Meimberg. Das Video Orte.Wie Superhelden. ist einfach unglaublich schön und ich habe es schon unzählige Male angeschaut.