Mittwoch, 19. Oktober 2016

Weitwandern in den Alpen - als Übergewichtige


Als die Planung stand, habe ich viele Internetforen durchforstet. War mir nicht sicher, ob ich mir da vielleicht zu viel zumute. Laut den meisten Aussagen schon. Es ist zu anstrengend für so einen Körper. Mit meinen Gewicht sollte ich so etwas auf keinen Fall tun. Weitstrecken-Wandern in den Alpen ist wohl nur schlanken, gut durchtrainierten Menschen vorbehalten. Aber ich wollte es so gerne schaffen. Im letzten Jahr habe ich Sport für mich entdeckt und lieben gelernt. Jetzt brauchte ich einfach diese Herausforderung und das Austesten der körperlichen Grenzen. Also habe ich all meinen Mut zusammengenommen und mich in das Abenteuer gestürzt. 
Geplant war eine Strecke des Adlerwanderwegs zu laufen. Dieser verläuft über 23 Strecken, welche in einfach, mittelschwer und schwer eingeteilt sind, durch ganz Österreich. Wir sind Etappe 1, 2 und 3 gelaufen, alle als mittelschwer eingestuft. Geschlafen wird jede Nacht in einer anderen Hütte, es spielt also wirklich eine Rolle, wie man packt, man spürt mit der Zeit jedes Gramm, da man den Rucksack die ganze Zeit dabei hat (weiter unten findet ihr noch ein paar Ausrüstungstipps). 





Die Anreise war zwar günstig, hat aber dafür auch eine Weile gedauert. Von Berlin ging es mit dem Postbus über Nacht nach München, weiter mit dem Bus nach Innsbruck und dann mit dem Zug zu unserem ersten Ziel, St.Johann in Tirol. Ein kleines touristenlastiges Dorf, welches mir trotzdem sehr gut gefallen hat. Hier haben wir uns nur noch ein wenig im Ort umgesehen und hatte glücklicherweise eine Unterkunft, bei der freier Eintritt in das örtliche Schwimmbad enthalten war. Also waren wir abends noch schwimmen, was sicher eine gute Einstimmung für die kommenden Tage war.






Am nächsten Morgen haben wir uns im Supermarkt noch mit Obst und Gemüse eingedeckt, es war ja der letzte Supermarkt für die nächsten drei Tage. Die Route startete damit, dass man relativ lang eine gepflasterte Straße, die aus dem Ort herausführte, lief. Zum Glück waren nur wenige Autos unterwegs. Irgendwann begann die Straße immer mehr anzusteigen und man konnte schon über den nun entfernten Ort zurückblicken. Dann ganz plötzlich endete die Straße an einer Häusergruppe und man musste durch einen Garten in den Wald hinein. Ab da haben wir bis zum Ziel quasi keine Zivilisation mehr erlebt. Der Anstieg im Wald war steil, aber da man nie weit sehen konnte, ging man einfach immer weiter. Nach ca. 2-3 Stunden kamen wir an einem Bachlauf, entlang einer Höhle. Beides mussten wir durchqueren, danach ging es wieder eine Weile im Wald bergauf. Aber bald lichtete sich der Blick auf den Schleierwasserfall. Man lief direkt an der Felswand entlang und somit unter dem Wasserfall durch! 
Doch hinter dem Wasserfall war leider ein Stück der Etappe gesperrt. Wir mussten entlang dem Wasserfall ein gutes Stück wieder nach unten klettern um dann über eine große Wiese wieder hoch zu wandern. Ab diesem Zeitpunkt war ich schon nervlich etwas angeschlagen. Aber nach der Wiese musste man eine relativ steile Felswand hoch und dann noch über einen starken Bachlauf, dessen "Brücke", die aus einem Holzbrett ohne Geländer bestand, so rutschig war, dass ich mich kurzerhand hingelegt habe und darüber gerobbt bin. Irgendwann fing es an, immer feuchter zu werden und zu nieseln, bis es dann richtig regnete. Wir hatten den Überblick verloren, an welcher Stelle der Strecke wir eigentlich waren und wie weit es noch bis zur Hütte war. Der aufziehende Nebel verdichtete sich, je höher wir stiegen. Irgendwann konnte man in etwa 5 Meter weit schauen. Dieses eine Bild ist so ziemlich das einzige, dass ich in dieser Zeit gemacht habe. Der Nebel war so dicht, dass wir diese Kuhherde erst entdecken, also wir so ziemlich davor standen. 


Ich war irgendwann nervlich am Ende, klitschnass bis auf die Haut und konnte nicht mehr. Meine Freundin hatte ich diesen Stunden wesentlich mehr Durchhaltevermögen bewiesen, ich hätte mich am liebsten einfach nur auf den Boden gelegt und geschlafen. 
Es fällt vielleicht schwer, dass zu verstehen, aber an diese Momente werde ich mich wohl immer erinnern. Man hatte quasi keine Ahnung wo man gerade ist, wo man hingeht, es war kalt, nass und immer dunkler. Und dabei die ganze Zeit bergauf. Man konnte einfach nicht sehen, wann man oben ist und manchmal dachte ich, wir kommen keinen Meter voran. Als wir endlich den höchsten Punkt passiert haben und es wieder mehr ins Tal ging, wurde auch der Nebel etwas lichter und man konnte mehr Umgebung sehen. Nach einer weiteren Stunde Abstieg erreichten wir endlich die Hütte, triefend nass, kaputt und müde. Meine Regenjacke hatte leider nicht die besten Dienste geleistet und selbst meine Unterwäsche war nass. Nach einer Dusche habe ich die wohl leckerste Suppe meines Lebens gegessen. Heute würde ich gerne wissen, ob sie wirklich so unbeschreiblich lecker war, oder es in diesem Moment einfach auch der Umstand dafür gesorgt hat, dass wir nach 3 Stunden kaltem Regen endlich in einem warmen Raum saßen.




Blick aus der Hütte am frühen Morgen

Der nächste Morgen begann mit Muskelkater und kalter Bergluft. Beim Fenster öffnen war es so unglaublich kalt, das ich mit einem Schlag am ganzen Körper Gänsehaut hatte. Aber der Ausblick war unglaublich und wunderschön. Im Tal lag noch der Nebel. Manche Klamotten waren trotz Ofen nicht ganz trocken und somit begann unsere zweite Route mit klammer Kleidung und Vorfreude auf den kommenden Tag. 
Dieser Tag ist im Rückblick wohl der Speziellste von allen gewesen. Wir sind so ziemlich am Beginn unserer Tour schon falsch abgebogen und von da an hoch zum Elbmauer Tor (2000  m). Der Aufstieg über ca. 4 Stunden war extrem kräftezehrend und doch hat man sich immer nochmal zusammen gerissen, denn diesmal konnte man das Ziel klar sehen. Und wir dachten die ganze Zeit, wir müssten dort hoch, denn dahinter würde es bergab zur nächsten Hütte gehen. Natürlich haben wir uns zwischendurch auch mal gewundert, da dieser Aufstieg auch nochmal ein gutes Stück schwerer war als der gestrige, obwohl beide als mittelschwer gekennzeichnet waren. Der Aufstieg zog sich am Anfang noch durch schattigen Waldstücke, aber bald ging es unter heißer Sonne stufenartig über Zickzack-Wege immer weiter nach oben. Bald waren nur noch Steine zu sehen, es gab kaum Grün. Zwischenzeitlich musste man sich an Seilen festhaltend weiter nach oben ziehen und klettern. Die Wege wurden immer steiler, wir haben wahrscheinlich aller 10 Minuten kurze Pausen gemacht. Der Endspurt bestand dann aus einer fast senkrechten Wand, die man hochklettern musste. Leider habe ich in dieser Zeit auch sehr wenig Fotos gemacht, da man kaum daran gedacht hat. Jede Faser des Körpers sehnte sich nur noch, oben anzukommen. 




Nachdem wir oben festgestellt hatten, dass es nicht weiter geht und wir wirklich falsch sind, kam die kurze Verzweiflung. Wie sollten wir es heute noch schaffen, zur nächsten Hütte zu kommen? Wir waren schon ziemlich kaputt, hätten fast den gesamten Weg zurück gemusst und dann noch die eigentlich Route schaffen müssen. Ein total hilfsbereites Ehepaar hat uns geholfen, wir konnten ihre Karte anschauen. Sie gaben uns dann den Tipp, die ganze Strecke zurück und noch etwas tiefer zu gehen, dort würde es einen Gasthof geben, zu dem auch Taxis fahren. Also ging es an den Abstieg. Tatsächlich sind Abstiege, wie ich vorher nicht gedacht hätte, so gut wie genauso anstrengend wie die Aufstiege. Besonders der Beginn und die extrem steilen steinigen Wege haben mir einiges Herzklopfen beschert. Mehrmals sah ich mich gedanklich schon den Abhang runterkullern. Man musste sich ziemlich konzentrieren und auf jeden Fußschritt achten. Irgendwann haben die Zehen so sehr geschmerzt, dass ich zum Ende Strecken rückwärts gelaufen bin.


Und somit sind wir am Ende mit dem Taxi gefahren, glücklicherweise lag unsere dritte Unterkunft am Hintersteiner See, der als touristisches Ziel mit dem Auto erreichbar war. Auch hier gab es nach Dusche und einer Mahlzeit nur noch zeitiges Zubettgehen. An diesem Tag habe ich zudem noch einem schrecklichen Sonnenbrand auf dem Rücken bekommen, an einer Stelle, die ich vergessen hatte, einzucremen. Ich konnte mehrere Nächte nicht auf der Stelle liegen oder meinen Arm richtig heben. Meine Haut ist aber immer besonders sonnenbrandanfällig. Meine Freundin hingegen brauchte sich nichtmal einzucremen. 






Am nächsten Morgen weckten uns die Ziegen, die untermittelbar unter unserem Fenster wohnten. Da wir den See so wunderschön fanden, haben wir hier zwei Nächte geschlafen und sind am kommenden Tag nur eine Runde um den See gewandert. Dort war es wirklich traumhaft und ich kann auch unsere Unterkunft "Pension Maier" empfehlen. Das kleine Haus war wunderschön und umgeben von Ziegen, Kühen und Enten und bot auch einen tollen Blick auf den See. Natürlich waren wir auch baden. Das Wasser war wunderbar klar, aber leider auch extrem kalt. Daher waren wir nur sehr kurz im Wasser und haben uns dann am See hingelegt. Dabei habe ich noch Sonnenbrand in den Kniekehlen bekommen. Warum ich auch immer dachte, ich müsste alles eincremen, außer die Kniekehlen. 




 




Am nächsten Tag ging es relativ früh los zur letzten Route, der Adlerweg Etappe 3. Wir wollten den Aufstieg möglichst schnell schaffen, bevor die Sonne besonders hoch steht. Diese Route fand ich auch sehr schön. Im Gegensatz zum Aufstieg zum Ellmauer Tor, bei dem das Wetter einfach fabelhaft war und somit auch viele Wanderer unterwegs waren, haben wir auf dieser Route kaum jemanden getroffen. Relativ früh starten würde ich bei weiteren Touren immer wieder. Die Morgensonne lässt eine tolle Stimmung entstehen und die kalte Luft erfrischt. Die Tour ging die meisten Zeit durch Wälder. Zwischendurch gab es Durchbrüche und man wanderte durch kleine "Siedlungen" mit 5-6 Häusern. Die eine Ansammlung rund um den Berggasthof Walleralm lag relativ hoch und bot deswegen auch tolle Ausblicke auf die Landschaft. Dort hätten wir auch gerne übernachtet. Diese Tour hatte zwar auch ihre Aufstiege und Herausforderungen, doch waren die relativ gut verteilt und man hat das Ziel, Kufstein, ziemlich schnell erreicht. Doch konnte man dadurch um so mehr noch einmal die Landschaft bewundern. Für den endgültigen Abstieg haben wir uns dann eine Seilbahn geleistet. Die Strecke bis nach Kufstein hat 10 Euro gekostet, was völlig ok war. Man hatte nochmal einen tollen Blick ins Tal. 
Die Rückreise war dann wesentlich entspannter als die Hinreise. Wir haben in Kufstein noch übernachtet und sind am nächsten Vormittag bereits direkt nach München mit dem Zug gefahren, bevor es abends wieder über Nacht nach Berlin ging. 






Einige Dinge haben ich als Anfänger natürlich auch falsch gemacht oder unterschätzt. 
Als wichtigster Punkt fällt mir da wohl eine qualitativ hochwertige und für solche Reisen bestimmte REGENJACKE ein. Meine Regenjacke war natürlich nach 10 Minuten durch und somit auch der Rest von mir. Wichtig ist aber natürlich auch, sich im Vorfeld über die Wetterlage zu informieren und am besten einen Zeitraum zu finden, in dem es gar nicht regnet. 
Außerdem unglaublich wichtig: eine richtige und zudem laminierte KARTE! Wir hatten uns nur die einzelnen Routenblätter ausgedruckt, die nach der ersten Etappe natürlich dahin waren und zudem eher nur eine grobe Routendarstellung enthielten. 
Mein REGENSCHUTZ für den Rucksack war ein Lebensretter! Ich Dummkopf hatte tatsächlich erst vor, nur eine große Plastiktüte mitzunehmen, um sie im Notall drüber zu stülpen und habe mir ein Tag vor Abreise doch noch einen Richtigen gekauft. Meiner war von der Marke "McKinley" und er war tatsächlich komplett dicht und mein Rucksack war auch nach 4 Stunden Regen komplett trocken. 
Tatsächlich würde ich auch beim nächsten Mal diese WANDERSTÖCKE mitnehmen, die viele zum Walken nutzen. Diese gibt es auch zum einklappen etc. und sie helfen einem extrem bei besonders steilen Felswegen usw. besonders auch beim Abstieg! 
Einen DICKEN PULLOVER hatte ich sicherheitshalber auch mitgenommen und war froh, besonders am Ellmauer Tor! Dort war man bereits so hoch, dass ein eisiger Wind geweht hat und man sehr gefröstelt hat. 
Eine KOPFBEDECKUNG ist bei Sonne auch sehr wichtig. Sie schützt das Gesicht und besonders die Kopfhaut. 






Gute Wandersocken, Blasenpflaster, Taschenmesser, starker Sonnenschutz, Voltaren, eine Fettcreme für alle möglichen Schürfwunden etc. 
Es gibt von Compeed z.B. auch einen Stick gegen Blasen, den man bereits im Vorfeld auf gefährdete Stellen aufträgt um generell Blasen zu vermeiden und finde, dass er funktioniert hat.
Stellt euch darauf ein, dass ihr selten Wlan habt, darum sind Kartenspiele usw. praktisch. Gab es aber auch in manchen Unterkünften zum Ausleihen.






Doch! Man kann als stark übergewichtiger Mensch solche Etappen schaffen. Körperliche Fitness muss von außen nicht unbedingt sichtbar sein. So haben wir auch beim Aufstieg zum Ellmauer Tor durchaus schlanke Menschen beim Aufgeben beobachtet. Leider habe ich aber so gut wie niemanden, ähnlich meiner Figur in dieser Woche gesehen. Und doch tatsächlich auch wieder einige "Huch, was macht die den hier" - Blicke kassiert. Aber ich muss einfach sagen, dass die Menschen unglaublich nett und aufgeschlossen waren. Öfters hat man mal mit anderen Wanderer geplaudert und sich ausgetauscht. Es hat so etwas, wie ein gefühlter Zusammenhalt existiert. Das hat mir sehr gut getan. Auch wenn ich das Großstadtleben liebe, so stört mich doch immer wieder die extreme Anonymität und Konkurrenz. Dieser Urlaub war unglaublich schön und anstrengend und ich würde ihn jederzeit wieder machen und werde ich auch!  

Hier findet ihr die Adlerroute mit einer sehr guten Kartendarstellung. Wir sind Etappe 1,2 und 3 gelaufen. 
Wir haben übernachtet in: St. Johann - Gaudeamushütte - Pension Maier - Kufstein.

Sonntag, 4. September 2016

Meine letzten zwei Monate & Veränderungen

Ich war nun eine Weile verschwunden. Jetzt bin ich wieder da!
In meinem letzten Post hatte ich bereits erwähnt, dass ich meinen Bachelorentwurf hatte. Seit ein paar Wochen ist dieser nun endlich beendet. Die letzten Wochen war dann auch noch Klausurenphase. Die wenigen freien Momente in diesen zwei Monaten hatte, waren mir tatsächlich zu heilig, als das ich irgendwie Lust hatte, in dieser Zeit etwas für den Blog zu machen. Ich war ständig fertig mit den Nerven und todmüde, und hatte einfach keine Lust darauf. Ich hoffe, dass könnt ihr nachvollziehen. Auch die letzten Wochen brauchte ich zum Erholen und mir Gedanken machen. Über den Blog natürlich! Ich habe immer noch große Lust zu bloggen. Aber es gab auch ein paar Dinge, die mich gestört haben.
Aber erstmal zu meinen letzten zwei Monaten: natürlich habe ich die meiste Zeit in unseren Arbeitsateliers verbracht...



Aber ich war auch auf einem Festival und teile gerne noch mit euch meinen Reallire-Festivallook! Ganz ohne Make-Up, hohe Schuhe und schicker Frise.
Ich war auf dem Fusion-Festival, wie letztes Jahr bereits und es war wieder wunderschön und es war eine tolle Auszeit vom Stress. Das hat mir auch gezeigt, dass man selbst in größten Stressphasen auch mal Pause machen muss, und zwar richtige Pause ohne Laptop usw.



Außerdem habe ich es mir natürlich auch nicht nehmen lassen, ganz kurz auf der Fashionweek in Berlin vorbei zu schauen. Zu diesem Anlass war ich auch endlich einmal im Les Soeurs Shop. Ein wirklich toller Curvy Shop, wo man Marken wie z.B. Olivier Wartowski, Marina Rinaldi oder auch Junarose endlich auch mal vor Ort anprobieren kann. Ich kann jedem nur empfehlen dem Geschäft mal einen Besuch abzustatten. Die zwei Inhaberinnen Jasmin Moallim und Julia Böge haben ein tollen und mit viel Liebe zum Detail gestalteten Laden aufgebaut, in dem man sich als Plus-Size auch mal ernst genommen und willkommen fühlt. Links trage ich eine Jacke von Olivier Wartowski und rechts hat die wundervolle Jasmin Moallim mein Outfit fotografiert. 




Nun zu meiner Blog-Zukunft. Zum Ersten möchte ich mein Blog-Design ändern und mehr an meine Ansprüche anpassen. Das jetzige Design ist immer noch der "amateurhafte" Anfang, den ich ohne viel Erfahrung zum Start meines Blogs "entworfen" hatte. Nun habe ich und mein Blog sich weiterentwickelt und da ist es auch Zeit für ein Gestaltungsänderung.
Außerdem hat sich in der letzten Zeit auch mein Style etwas geändert. Ich habe fast die Hälfte meiner Klamotten aussortiert, weil ich mich einfach nicht mehr damit identifizieren könnte oder es einfach Fehlkäufe waren. Und ich habe auch gemerkt, dass es nicht möglich ist, euch jede Woche ein Outfit zu zeigen, wenn es mir selber auch 100- prozentig gefallen soll und qualitativ hochwertig sein sollte. Das schaffe ich zeitlich mit meiner Fotografin nicht, so viele schöne Hintergründe finde ich nicht, die dann auch wirklich dazu passen. Und so viele Dinge kann ich mir einfach nicht kaufen, ohne das ich dann auch Abschläge mache, Dinge kaufe, nur des Trends wegen oder weil ich euch für euch aktuelle bleiben möchte. Generell möchte ich weniger und dafür hochwertigere Mode kaufen, die mir wirklich zeitlos gefällt und nicht nach ein paar Monaten wieder aussortiert wird.
Zusammenfassend heißt das: es wird im Monat nur noch 2-3 Outfitposts geben, dafür mit Outfits, die ohne den zeitlichen Druck entstanden sind. Das heißt auf der anderen Seite, es wird neuen Content geben zu anderen Themen. Gerne würde ich wieder mehr fotografieren und euch Ergebnisse zeigen. Auch Reisen gibt es (hoffentlich) mehr. Ich liebe es neue Städte und Gebiete zu erforschen und habe mir vorgenommen, auch mal Deutschland mehr zu entdecken! Auch zum Thema Sport möchte ich gerne etwas machen. Ein paar Ideen habe ich also schon, aber hier seid natürlich auch ihr gefragt! Was wünscht ihr euch, welche Themen interessieren euch? Auch würde mich mal interessieren, was eure Lieblingsartikel von mir sind! Über deinen Kommentar würde ich mich sehr freuen.
Da ich so viele Teile aus meinem Kleiderschrank aussortiert habe, würde es mich auch freuen, wenn ihr mal bei meinem Kleiderkreisel-Account vorbei schaut.
Gerne könnt ihr euch auch auf meinem Instagram-Account umschauen, dort passiert etwas mehr und kommende Woche bin ich in Tirol und werde sicher ein paar Fotos teilen. 

Samstag, 11. Juni 2016

Musterliebe von Monki

Ist das denn zu glauben? Ein Lebenszeichen! Ich stecke gerade total im Bachelor-Entwurf fest und komme gefühlt zu nichts mehr. Meine neue Bluse von Monki muss ich euch trotzdem unbedingt zeigen. Monki hatte ich bislang kaum auf dem Schirm, aber dann bin ich neulich beim Vorbeigehen doch mal neugierig gewesen und wurde positiv überrascht. Ziemlich preiswert, mehrere sehr locker geschnittene Teile und eine Plus-Size-Verkäuferin! Es gab auf jeden Fall ein paar Teile, die ich mitgenommen hätte, obwohl Monki bis 46 geht und ich 52 trage.
Für mich ist diese Longbluse, für die ich mich letztendlich entschieden habe, perfekt für den kommenden Sommer. Der Stoff ist total angenehm und leicht auf der Haut und es ist mal wieder so ein multifunktionales Stück, wie ich es liebe! Ich habe es nun schon ganz normal als Bluse mit Hose getragen, als Kleid, als Jacke und als geknotete Bluse. Und zu dem Print muss ich ja nichts mehr sagen, oder? Ich war sofort schockverliebt.
Und zuletzt zeigt sie auch, dass auch wir Plus-Size-Girls weiß tragen können, oder? Zumindest bin ich bis jetzt noch nicht tot umgefallen.
Was ist den eurer perfektes Sommerkleidungsstück? Ich freu mich über einen Kommentar!



Bluse: Monki (ähnlich) | Schuhe: JustFab | Sonnenbrille: Asos | Tasche: Vintage







Montag, 9. Mai 2016

Show your Body and free your mind!

Die letzten Tage waren so schön! Das hat geradezu zu einem spontanem Shooting geschrien. Die Weste habe ich vor ein paar Tagen im Primark entdeckt und konnte dann doch nicht nein sagen, obwohl ich eigentlich nur nach Sommerschuhen gesucht hatte (für große Schuhgrößen bis 43 ist Primark mein Tipp). Die Weste musste sein, um mal wieder meinem Vorsatz für 2016 "Mehr Ausprobieren" gerecht zu werden. Weiß war bisher nicht wirklich meine Farbe, soll es dieses Jahr aber absolut werden! Eine weiße Hose ist auch schon unterwegs zu mir... und ja ich gebe zu, damit hat mich Lisa Mosh auf ihrem Instagram-Account total angefixt.

Gleichzeitig soll dieser Post aber auch an jene gehen, die Probleme mit dem Zeigen ihrer Oberarme haben. Auch ich habe jahrelang das Gefühl gehabt, diese verstecken zu müssen und mich im Sommer mit Cardigans gequält. Inzwischen habe ich so gut wie gar keine Probleme mehr damit. Bei mir kam der Bruch einerseits dadurch, dass ich mit Sport begonnen habe und mich wohler gefühlt habe. Vielleicht verändern sich die Arme vom Aussehen gar nicht so sehr, aber es fühlt sich besser an und man wird einfach selbstsicherer.
Anderseits ist auch dein Umfeld sehr wichtig. Es ist immer wichtig, Menschen um dich zu haben, die dich unterstützen, anstatt dich vielleicht auch noch in deinen Unsicherheiten zu bestärken. Ich habe im Moment so viele tolle Leute um mich wie noch nie, meine beste Freundin möchte ich nicht mehr hergeben, sie steht einfach immer hinter mir (außer ich möchte das 4. Mal in einer Woche bei Asos bestellen) und ich kann mich immer auf sie verlassen.
Letztendlich muss man aber auch einfach lernen und einsehen, dass das "Verstecken" der dicken Oberarme einfach keinen Zweck mit sich bringt. Leute die reden wollen, tun das auch ohne verhüllte Arme. Aber dir selber geht es so viel besser, wenn du damit aufhörst dich aufgrund anderen zu quälen. 
Und vergleiche dich nicht zu viel mit anderen! Etwas das ich immer noch zu oft tue, aber ich lerne bereits und weiß inzwischen, dass andere häufig genauso viele Probleme haben und vielleicht nicht alles so perfekt ist, wie man es sich bei anderen immer vorstellt.
Ich kann nur sagen:
Zeig deine Arme! Zeig deinen Bauch! Auch du darfst dein Shirt in die Hose stecken. Trage die Farben, auf die du Lust hast! Tue, was dir gefällt.


Weste: Primark | Shirt: New Look | Hose: H&M (aktuell im Sale!) | Sonnenbrille: &otherstories








Und mein Kater fand das Wetter natürlich auch total toll! Wer findet ihn?

Sonntag, 24. April 2016

german Curves: Zur Hochzeit in schwarz?

Schon wieder eine neue Runde der "German Curves"! Die letzten Wochen sind wie im Fluge vergangen. Falls du neu bist, die "German Curves" sind eine Gruppe von deutschsprachigen Plus-Size Bloggern, die mehrmals im Jahr zu einem bestimmten Thema Outfits zusammenstellen. Heute drehen sich alles um das Thema "best dressed" - Outfits für Hochzeit, Taufe und Co.

Ich muss gestehen, ich war noch nie auf einer Hochzeit und habe deswegen auch nicht wirklich eine Ahnung, was da für ein Dresscode herrscht. Das kommt ja auch total auf das Hochzeitspaar an. Nichts desto trotz habe ich mich an eine Outfitidee gewagt und versucht das typische helle Kleid durch einen eher untypischen schwarzen Look mit Hose zu ersetzen. 
Eine Palazzo-Hose habe ich mir von Anfang an für diesen Look gewünscht, aber ursprünglich ein helles Oberteil dazu kombinieren wollen. Leider hat mein Kleiderschrank dann nicht das Passende parat gehabt! Die Teile, die  ich mir vorgestellt hatte, haben einfach nicht dazu gepasst. Also habe ich ein schwarzes Shirt gewählt, dass durch den Rückenausschnitt trotzdem chic und festlich wirkt. Die Accessoires runden das Outfit dann zu einem "fröhlicheren" und sommerlichen  Aussehen ab. Das Haarband gefällt mir einfach richtig gut und gibt dem Outfit ein zusätzlichen verspielten und sommerlichen Touch, ebenso wie die Tasche. Der Gürtel betont etwas die Taille. Hier kann natürlich mit einem breiteren Gürtel oder einem engerem Oberteil noch mehr Effekt erzielt werden.
Diese Hose ist vielleicht nicht so sehr vorteilhaft, aber gleichzeitig lässt sie den Oberkörper etwas schmaler wirken. Zudem ist diese Outfit natürlich, bis auf die Schuhe ;), sehr bequem, was letztendlich trotz aller Fashion im Vordergrund stehen sollte, um den Anlass in schöner Erinnerung zu behalten.



Oberteil: New Look | Hose: Yours Clothing | Schuhe: New Look | Haarband: Asos | Gürtel: H&M | Tasche: Vintage










Und jetzt viel Spaß beim Durchstöbern der weiteren Outfits!